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Hygiene beim Barfen

Hygiene beim Barfen

Hygiene beim Barfen

Ein wichtiger Aspekt der Rohfleischfütterung ist die Hygiene. Allgemein muss auf die Hygiene geachtet werden, da das beim Barfen verwendete Rohfleisch Keime besitzt und verderblich ist. Die meisten Argumente zum Thema Hygiene und Übertragung von Keimen stammt jedoch von den Gegnern der Rohfütterung.

Allgemein

Es ist korrekt, dass Fleisch verderben und dann für den Hund gefährlich werden kann, normales Frischfleisch ist jedoch für Hunde unbedenklich. Das Immunsystem und der Verdauungstrakt des Hundes kommen ohne Probleme mit den im Frischfleisch enthaltenen Keimen zurecht. Dies liegt daran, dass der Hund zum einen durch seinen Speichel und zum anderen durch den – im Vergleich zum Menschen – deutlich aggressiveren Magensaft, diese Keime ohne Probleme bewältigt. Diese Keime regen somit das Immunsystem an, was die Rohfütterung auch so vorteilhaft für Hunde und Katzen ist.
Des Weiteren fressen die meisten Katzen und auch viele Hunde in der Regel von Natur aus kein verdorbenes Fleisch. Allerdings sind Welpen und Jungtiere sehr unerfahren und nehmen gerne alles zu sich, was Sie finden können.

Wenn Sie als Hundehalter völlig gesund sind, kommt Ihr Immunsystem ohne Problem mit Keimen zurecht. Achten Sie beim Barfen jedoch verstärkt auf die Hygiene, wenn Sie im Haushalt ein Kleinkind oder ältere bzw. kranke Menschen haben.

Gefahr für das Tier

Die Gefahr für Hunde und Katzen ist größtenteils gebannt, wenn Sie darauf achten, Ihrem Tier nur Fleisch zu verfüttern, dass für die Lebensmittelproduktion vorgesehen ist.
Bei der Lagerung und der Verarbeitung des Fleisches können Sie die gleichen Regeln anwenden, als wenn es für den eigenen Verzehr gedacht ist.

Auftauen
Beim Auftauen darf das Fleisch nicht luftdicht verschlossen sein, da ansonsten die tödlichen Botulismusbakterien entstehen können. Sie können selbst entscheiden, ob Sie das Auftauwasser Ihrem Hund oder Ihrer Katze verfüttern oder nicht. Einige Barfer schwören auf die guten Nährwerte dieser Flüssigkeit, andere Hundebesitzer sehen darin eher eine Gefahr von Salmonellen.
Wenn Sie das Fleisch schneller auftauen wollen, empfehlen wir Ihnen, dass Fleisch mit kaltem Wasser abzuwaschen, wodurch gleichzeitig auch ein Teil der Bakterien abgespült wird. Wenn Sie das Fleisch in warmem Wasser auftauen, vermehrt sich die Anzahl an Bakterien im Fleisch.

Gefahr für den Menschen

Um die Gefahr für Sie und die anderen Hausbewohner zu reduzieren, sollten Sie darauf achten, dass Rohfleisch von allen anderen Lebensmitteln zu trennen. So sollten Sie auch Tupperware oder andere Behälter, welche Sie verwenden, strikt nach Eigenbedarf und Fütterungsbedarf trennen.

Spülschwämme und Bürsten trennen
In Schwämmen und Bürsten fangen sich die meisten Keime. Verwenden Sie deshalb zur Reinigung Ihrer Schalen und der BARF Utensilien unterschiedliche Schwämme und Bürsten.

Fressplatz reinigen
Wenn Sie den Fressnapf Ihres Hundes und die Umgebung täglich gründlich reinigen, wird die Gefahr eines Keimbefalls minimiert.

Händewaschen
Durch das Händewaschen mit Seife töten Sie Keime ab und verhindern die Übertragung von Keimen.

Salmonellen

Katzen und Hunde kommen ohne Probleme mit Salmonellen klar, können diese jedoch ausscheiden. Für Menschen sind Salmonellen gefährlich, da unser Immunsystem bzw. die Magensäure nicht damit umgehen kann.

Fazit

Achten Sie bei der Rohfütterung auf eine ordentliche Hygiene. Achten Sie darauf, dass das Fleisch nicht verdorben ist und Sie die Küchengegenstände für Ihr Tier und sich selbst sauber trennen. Wenn möglich füttern Sie Ihren Hund oder Ihre Katze im Garten.

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