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Katzen und Hunde richtig Barfen

Katzen und Hunde richtig Barfen

Viele Besitzerüberlegen, Ihren Hund oder Ihre Katze zu Barfen. Wenn Sie einige wichtige Regeln berücksichtigen und darauf achten, dass die BARF Mahlzeiten ausgewogen sind, profitiert Ihr Hund oder Ihre Katze von der Rohfütterung.

Der Einstieg in die Rohfütterung

Wir empfehlen Ihnen erst mit dem Barfen zu starten, wenn Sie sich ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und bei offenen Fragen mit einem Tierarzt oder Experten gesprochen haben. Wenn Sie mit dem Barfen beginnen, sollten Sie Ihren Liebling nach drei, spätestens nach sechs Monaten zu einem Tierarzt bringen. Dieser überprüft, ob Ihr Tier Mangelernährt ist und untersucht den Gesundheitszustand.
Nach der Fütterungsumstellung sollten Sie den Kot Ihres Tieres beobachten und beispielsweise bei Durchfall sofort reagieren. Zudem müssen sie darauf achten, ob Ihr Tier nach der Umstellung an Über- oder Untergewicht leidet.

Die wichtigsten Fragen

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, in welche Kategorie Sie Ihr Tier einordnen.

  • Haben Sie einen Hund oder eine Katze?
  • Wie alt ist Ihr Tier?
  • Ist Ihr Tier gesund oder krank?
  • Hat es Allergien?
  • Wie aktiv ist Ihr Tier?
  • Speziell bei Hunden ist es wichtig zu unterscheiden, ob Sie einen Arbeitshund besitzen oder es ein Haushund ist.

Hierüber definiert sich der tägliche Bedarf an Futter. Aufgrund der Vielzahl an BARF Rechnern im Internet, gibt es auf dieser Website zum aktuellen Zeitpunkt keinen Bedarfsrechner.
Als groben Richtwert bezüglich der Futtermenge können Sie mit ca. 2% des Körpergewichts des Tieres rechnen.

Jungtiere benötigen mehr Futter, da Sie einen höheren Nährstoffbedarf haben. Werden Welpen oder Kätzchen unterernährt, so behindert dies das Wachstum und die korrekte Entwicklung der Knochenstruktur. Unter folgendem Beitrag finden Sie eine ausführliche Erklärung, worauf Sie bei der Rohfütterung Ihres Welpen achten müssen.

Sportliche Hunde und Arbeitshunde benötigen, aufgrund des erhöhten Energieverbrauchs, mehr Futterals normale Hunde. Diese Tiere benötigen zudem ein Futter mit einem höheren Eiweißanteil. Ferner empfiehlt sich eine Nahrungsergänzung mit Aminosäuren, die den Hund bei der Regeneration unterstützt.
Die Rohfütterung eignet sich perfekt für Hunde mit Allergie, da Sie beim Barfen ohne Probleme mit einer Ausschussdiät beginnen können. Dies ist die effektivste Methode, um eine Allergie festzustellen bzw. diese zu umgehen.

Die wichtigsten Bestandteile des Futters beim Barfen

Die Annahme, dass Ihr Hund beim Barfen nur Fleisch bekommt ist falsch. Allerdings besteht das Futter zum Großteil aus Muskelfleisch. Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Fleischsorten.
Des Weiteren besteht die Ernährung aus Pansen und Blättermagen, die wichtige Laktobakterien enthalten, welche die Darmflora unterstützen und Aufbauen.
Ein weiterer Bestandteil des Hundefutters sind Knochen. Katzen und Hunde lieben Knochen und spielen und kauen eine gefühlte Ewigkeit an einem Knochen. Wichtig ist, die Knochen nicht zu kochen, da Sie sonst brechen können und das Tier sich innere Verletzungen zuzieht.
Innereien sind sehr nährstoffreich und sollten daher ebenfalls ein Bestandteil der Rohfütterung sein.
Ballaststoffe sind wichtig für die Verdauung des Hundes, weshalb Sie Ihrem Hund auch Gemüse verfüttern sollten. Dies imitiert den Mageninhalt eines erbeuteten Tieres. Sie können Gemüse pürieren, dürfen es allerdings nicht kochen, da die Vitamine sonst absterben.

Zubereitung einer BARF Mahlzeit

Die Zubereitung erfolgt individuell nach Ihrem Ernährungsplan und sollte ausgewogen sein.
Sie können das Menü selbst in Ihrer Küche zusammenstellen oder als Fertigmenü bzw. Komplettmenü im Internet kaufen.

Ist Barfen kompliziert?

Die Rohfütterung ist definitiv aufwendiger als die Trockenfütterung, allerdings gibt es mittlerweile auch fertige Komplettmenüs, welche Ihr Tier mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.
Den zusätzlichen Aufwand sollte man mit den Vorteilen des Barfens abwägen. Die meisten Barfer sind überzeugt von dieser Art der Fütterung und wurden keine Barfer, um Zeit zu sparen.

Wie teuer ist die Rohfütterung von Hunden und Katzen?

Die Kosten sind abhängig vom Alter, der Aktivität und Rasse ihres Hundes. Wenn sie ihrem Hund ca. 500g täglich verfüttern und davon 80% Fleisch und 20% Gemüse sind, kommen Sie auf monatlich circa 50€ bis 60€.
Da Katzen kleiner sind und meist weniger aktiv kommen Sie im Monat auf Kosten von ca. 30€ bis 35€.
Allerdings sind die Preise abhängig von saisonalen Preisschwankungen bei Gemüse und Obst sowie den Fleischpreisen. Bei gutem Fertigfutter werden sie auf ähnlich hohe monatliche Ausgaben stoßen.
Zusätzliche Kosten entstehen durch den Kauf von Nahrungsergänzungsmittel, wel-che beim Barfen eine wichtige Rolle spielen.
In der Regel müssen Sie mit einem Barf-Hund seltener zum Tierarzt, wodurch sie sich durch eine Umstellung Geld sparen.

Regeln und No Go’s der Rohfütterung

  1. Eine ausgeglichene Ernährung ist essentiell, um eine Mangelernährung zu verhindern. Eine Überfütterung ist ebenfalls ungesund.
  2. Verfüttern Sie keine gekochten Knochen.
  3. Beim Auftauen von Fleisch den Deckel öffnen, wodurch sich das Bakterium Clostridium botulinum (Giftstoff der zum Tod des Tieres führt) nicht vermehrt.
  4. Kein rohes Schweinefleisch oder Wildschweinfleisch ->Risiko des Aujeszky-Virus.
  5. Futter mit geringem Anteil an Jod hat einen negativeren Einfluss auf die Schilddrüse.

Verbotene Lebensmittel

Hier ist eine Liste der bei der Rohfütterung verbotenen Lebensmittel :

  • Knoblauch
  • Avocado
  • Oliven
  • Rohe Kartoffeln
  • Auberginen
  • Schokolade
  • Kakao
  • Kaffee
  • Unreife Tomaten
  • Paprika
  • Pilze
  • Alkohol
  • Zwiebeln, Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch
  • Weintrauben und Rosinen
  • Nüsse
  • Speck (in geringen Maßen ok)
  • Süßstoff
  • Rohe Hülsenfrüchte

Fazit

Dies waren die ersten Fragen, die Sie kennen müssen, bevor Sie mit dem Barfen beginnen.
Ausführlichere Berichte zu den verschiedenen Arten von Fleisch, Gemüse und Innereien, sowie die Rolle von Ölen und Fetten  finden Sie auf unserer Website. Dort finden Sie ebenfalls Fütterungsempfehlungen.

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