Direkt zum Inhalt

Fellpflege von Hunden

Fellpflege von Hunden

Die Fellpflege bei Hunden ist extrem wichtig, um ein schönes, glänzendes und sauberes Fell zu gewährleisten. Außerdem ist die Fellpflege deutlich aufwendiger als beim Menschen. Die Haut von Hunden ist anders als die des Menschen. Der pH-Wert der Haut des Hundes liegt bei 7.5, der des Menschen bei 5.0.

Allgemein

Für ein sauberes und schönes Fell ist die Fellpflege bei Hunden unumgänglich. Wenn Sie das Fell nicht regelmäßig pflegen, droht dies nicht nur zu Verfilzen, auch das Risiko von Entzündungen, Infektionen, Hautkrankheiten oder Parasiten steigt. Ohne Ihre Hilfe ist es den meisten Hunden nicht möglich, Ihr Fell ausreichend selbst zu pflegen. Wölfe verloren früher ihre Unterwolle, indem sie sich an Bäumen oder Büschen rieben. Da die meisten Tiere dies nicht mehr machen und auch Ihre Krallen sich nicht mehr automatisch abschleifen, müssen Sie für die Gesundheit Ihres Hundes bei der Körper- und Fellpflege selbst Hand anlegen.
Felltypen und Unterschiede bei der Unterwolle
So gibt es Hunde mit langem und zottligen, langem und glänzenden, kurzem und glatten Fell sowie kurzem und rauem Fell. Des Weiteren besitzen unterschiedlich Rassen unterschiedlich dichte Unterwolle. Dieses hilft bei der Luftzufuhr, schützt den Hund im Herbst und Winter vor Kälte und verändert sich im Sommer strukturell, um den Hund abzukühlen und vor der Wärme zu beschützen. Hunde mit Unterwolle wechseln zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst – Ihre Unterwolle. Es gibt ebenfalls Hunde mit kurzer oder keiner Unterwolle, wie beispielsweise Dalmatiner.

Shampoo

Das Shampoo, Bürste, Striegel und Kämme sind wichtig für die richtige Fellpflege Ihres Hundes. Je nach Felltyp benötigen Sie unterschiedliche Produkte. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Kauf eines Hundeshampoos achten müssen. Das Baden mit Shampoo ist nur bei starker Verschmutzung oder bei stinkendem Fell notwendig.

Bürsten

Regelmäßiges Bürsten und Kämmen mit einer auf das Fell abgestimmten Bürste, ist bei der Fellpflege am wichtigsten. Hunde mit längerem Fell sollten Sie alle ein bis zwei Tage bürsten, um Schmutz sowie totes oder verfilztes Haare zu entfernen. Verfilztes Haar verhindert die Luftzufuhr zur Hundehaut. Mit Bürsten, die das Fell nicht verletzen, können Sie Verfilzungen in der Unterwolle entfernen.
Um Ihren Liebling nicht zu verletzen, sollte ein Kamm keine scharfen Spitzen und eine Bürste Noppen aus Kunststoff besitzen. Hat Ihr Kamm einen breiteren Abstand zwischen den Zinken, entfernen Sie beim Bürsten automatisch weniger

Unterwolle.

Wenn Sie einen Hund mit dünnem Fell besitzen, benötigen Sie keine Bürste, es reicht ein Spezialhandschuh, welcher loses ausgefallenes Haar aufnimmt.

Hundefell trimmen

Beim Fell Trimmen wird das abgestorbene Fell eines Hundes herausgezupft, ohne dass der Hund dabei Schmerzen hat. Trimmen wird bei einigen Hunderassen, wie Terriern empfohlen, da es beim Scheren dieser Tiere zu Hautirritationen und Problemen kommen kann.

Die korrekte Pfotenpflege bei Hunden

Die Ballen der Hundepfote sollten im Idealzustand weich und glatt sein. Wenn die Pfoten wund sind oder Risse haben, schmieren Sie diese mit einem Balsam, Bienenwachs oder Melkfett ein, damit sie schnell verheilen. Wenn Sie einen Schnitt bemerken, achten Sie darauf, dass sich die Pfote nicht entzündet.
Wenn die Haare an den Pfoten zu lange werden, rutscht Ihr Tier leichter. Die überschüssigen Haare können Sie jedoch einfach zurückstutzen.

Während der kalten Monate müssen Sie die Pfote vor Eis und Streusalz schützen. Hier schwören die meisten Hundebesitzer auf Vaseline, um die Pfoten vor Rissen und Dreck zu schützen. Im Hochsommer sollten Sie Ihren Hund nicht auf heißem Asphalt laufen lassen. Gehen Sie deshalb zur Morgen- und Abendstunde auf Wiesen, Feldwegen und im Park Gassi. Aufgrund der fehlenden Thermorezeptoren an den Pfoten, erkennen Hunde erst zu spät, dass der Boden auf dem Sie laufen, zu heiß ist. Dies führt zu Brandblasen, welche Sie kühlen und von einem Tierarzt behandelt lassen müssen.

Die richtige Krallenpflege für Ihren Hund

Speziell für geübte Hundehalter großer Rassen empfiehlt sich der Kauf einer Krallenschere aus dem Fachmarkt. Wenn die Krallen Ihres Hundes zu lange werden, müssen Sie diese kürzen, da Ihr Hund sich ansonsten leichter verletzen kann.
Es reicht, wenn Sie die Krallen ab und an kontrollieren. Die Krallen sollten so lange sein, dass sie im Stehen den Untergrund nicht mehr berühren.
Wenn Sie die Krallen selbst kürzen, achten Sie auf eine sehr scharfe Krallenschere. Mit dieser schneiden Sie die Krallen im rechten Winkel zur Kralle Millimeter um Millimeter zurück, bis die richtige Länge erreicht wird. Schneiden Sie nur Teile der überschüssigen Kralle ab, die verhornt sind. Die restliche, nicht verhornte Kralle, enthält Blutgefäße und Nerven. Schneiden Sie nie schräg.
Bei Unsicherheit sollten Sie die Krallen lieber von einem Tierarzt oder in einem Hundesalon kürzen lassen.

Darf ich meinen Hund scheren?

Grundsätzlich dürfen Sie Ihren Hund scheren. Bei zu häufigem Scheren verändert sich allerdings die Struktur des Fells und der Unterwolle. Hunde mit langem Fell und dichter Unterwolle profitieren im Sommer auf den ersten Blick vom Scheren, da die Atmungsaktivität der Haut gefördert wird. Da das Fell jedoch genauso lange ist wie die Unterwolle, bietet das Fell keinen Schutz mehr gegen Witterungsbedingungen. Einige Hunde, wie Terrier leiden nach dem Scheren an einem Juckreiz oder bekommen ein stumpfes und raues Fell.

Fazit

Nur mit Hilfe einer richtigen Ernährung und der Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln, speziell während des Fellwechsels, pflegen Sie das Fell Ihres Hundes richtig. Manche Hundebesitzer vernachlässigen hierbei die essentielle Rolle der Ernährung, speziell von ausreichend Protein, welches unverzichtbar für das Fell bzw. die Haut des Hundes ist. Mangelernährungen führen zu Fellverlust. Wir empfehlen Ihnen, das Futter Ihres Hundes mit Bierhefe zu ergänzen.

Share: