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Stress bei Haustieren

Stress bei Haustieren

Stress bei Haustieren

Tiere können, wie auch Menschen, unter Stress stehen, welcher zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Stress ist eine Reaktion auf äußere und ungewohnte Umstände, wobei der Körper des Haustiers unter Stress zu erhöhter Leistungsbereitschaft und Reaktion tendiert. Hervorgerufen werden kann Stress nicht nur durch Umweltfaktoren wie Lärm, sondern auch durch den Sexualtrieb oder bei der Futtersuche. Stress ist eine natürliche und überlebenswichtige Reaktion des Körpers.

 

Ursachen

Die Ursachen für Stress sind vielfältig. Oft reagieren Hunde oder Katzen panisch, wenn Sie in einer ungewohnten Situation stecken.

Jedoch ist Stress auch etwas Natürliches, da es beim Sexualtrieb eine wichtige Rolle spielt und notwendig für die Geburt ist. Weitere Ursachen können bei wilden Tieren auch die Nahrungssuche nach längerer Hungerzeit sein.

Stress entsteht zudem bei Tieren, wenn diese gejagt werden oder selbst jagen.

Durch die Domestizierung kommen ergänzend durch den Menschen hervorgerufene Stressfaktoren hinzu, wie beispielsweise:

  • Silvesterlärm
  • Umzug und neu eingerichtetes Zuhause
  • Neues Familienmitglied, wie ein Baby
  • Neues Haustier
  • Tierarztbesuch

 

Haustiere bei Silvester

Während den Feiertagen und an Silvester stehen Haustiere besonders unter Stress. Dies liegt daran, dass die Tiere wie Hunde oder Katzen ein sehr feines Gehör und einen ausgeprägten Geruchssinn haben. Dadurch werden Silvester Böller oder Raketen zur Qual. Zudem sind Hunde und Katzen extrem sensibel bei Brandgeruch, sodass Sie schnell in Panik verfallen. Daher ist es umso wichtiger Ruhe auszustrahlen und dem Liebling Aufmerksamkeit zu schenken. Versuchen Sie das Tier so wenig Reizen wie nur möglich auszusetzen und notfalls, nach der Absprache mit einem Tierarzt, auch Medikamente zu verabreichen.

Achten Sie auch an den Tagen vor und nach Silvester beim Gassi gehen auf Ihr Tier, da vereinzelt schon bzw. noch Böller gezündet werden und das Tier erschrecken könnte.

 

Abläufe im Körper

Das Nervensystem erkennt Stress zuerst als einen Reiz, welcher dann zu einer Reaktion des Hundes oder der Katze führt, wie beispielsweise erweiterte Pupillen, einen höheren Pulsschlag und eine schnellere Atmung.

Das Hormonsystem hinterlässt im Blutkreislauf Hormone, welche dann beispielsweise Cortisol ausschütten. Durch diese zwei Prozesse gerät das Tier in Leistungsbereitschaft. Zusätzlich entwickeln Tiere ein Stressgedächtnis, welches Stresssituationen abspeichert und bei wiederholtem Reiz die notwendigen Stresshormone ausschütten kann.

Im Allgemeinen schwächt die Ausschüttung von Cortisol das Immunsystem und schränkt dieses ein, wodurch das Tier Krankheitsanfälliger wird.

Stress kann außerdem zu Herzkreislauferkrankungen oder Herztod führen, wobei letzterer bei Katzen und Hunden nicht der Fall ist. Vom plötzlichen Herztod sind eher Vögel betroffen.

Zusätzlich wird der Abbau von Nervenzellen durch Stress beschleunigt und kann zu einer verkürzten Lebenserwartung führen.

Stress kann bei Katzen auch zu einer Harnblasenentzündung führen, ebenso ist es nicht unüblich, dass Katzen im Haus das Urinieren anfangen.

Maßnahmen

Effektive Gegenmaßnahmen kann das Herrchen meist sehr gut steuern. Vor allem ist eine ruhige und liebevolle Art des Menschen am effektivsten. Zudem helfen Düfte wie Kamille oder klassische und ruhige Musik. Serotonin, auch Glückshormon genannt ist der Gegenspieler zu Cortisol und reduziert Stress ebenfalls sehr wirksam. Der Serotoninspiegel bzw. die Ausschüttung lassen sich über die Ernährung steuern, denn hierfür ist die Aminosäure L-Tryptophan notwendig. Die Ausschüttung wird durch Rohkost, viele kleine Mahlzeiten und Bewegung nach einer Mahlzeit angeregt.

Bei Stresssituationen wie Silvester, größere Feiern oder Familienzuwachs hilft es, das Tier in ein dunkles und ruhiges Zimmer zu bringen, sodass es vor Lärm und grellen Lichteffekten geschützt ist. Am besten ist es, wenn das Herrchen das Haustier beruhigt.

Es kann auch helfen, Musik abzuspielen oder den Fernseher laufen zu lassen.

Wir empfehlen Ihnen zudem die Verwendung unseres Vetfood NoStress Gels, welches Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze vor einer stressreichen Situation verabreichen können.

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